Brand auf der Hollenburg

Rund 100 Feuerwehrmänner sind seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, um den Brand im Sporthotel Hollenburg in Maria Rain oberhalb des Kärntner Rosentales zu bekämpfen. Gegen 6.30 Uhr stand das Erdgeschoss des großen Gebäudes in Vollbrand.

Laut ersten Meldungen mussten vier Personen geborgen werden, drei wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr war vorerst alarmiert worden, weil ein vor dem Hotel abgestelltes Auto in Flammen stand. Während dieses gelöscht wurde, begann es im Gebäude an mehreren Stellen zu brennen. Über die Ursache war in der Früh noch nichts bekannt, Brandstiftung wurde aber nicht ausgeschlossen. Gegen 07.00 Uhr waren die mit schweren Atemschutzgräten ausgerüsteten Feuerwehrleute vor allem damit beschäftigt, eine Ausweitung des Feuers auf den Dachstuhl zu verhindern. Das Atemschutzfahrzeug des KLFV wurde angefordert und leistet vor Ort wertvolle Dienste. Im Einsatz stehen dzt. 10 Feuerwehren.
Die Bilder zeigen die dramatischen Situationen während der ersten Löscharbeiten. Über Schiebeleitern konnten die Bewohner und ein Hund gerettet werden. (Quelle LAWZ Kärnten)

Feuerwehrleute kämpften zwölf Stunden gegen die Flammen - Wiener Spezialisten ermitteln wegen Brandstiftung.
Nahezu zwölf Stunden dauerte am Mittwoch der Brand im "Sporthotel Alpe Adria" am Fuß der Hollenburg in der Gemeinde Köttmannsdorf in Kärnten. Erst gegen 15.30 Uhr konnte "Brand aus" gegeben werden, 15 Feuerwehrleute blieben jedoch noch bei der Ruine, um Brandwache zu halten. Spezialisten aus Wien haben mit ihren Ermittlungen wegen des dringenden Verdachts auf Brandstiftung begonnen.

Das Feuer war kurz nach vier Uhr früh an mehreren Stellen innerhalb des Gebäudes ausgebrochen. Kurz zuvor hatte die Feuerwehr einen vor dem Hotel in Brand geratenen VW Bus gelöscht. Als es im Haus zu brennen begann, wurde Abschnittsalarm gegeben, insgesamt rückten 13 Wehren mit 130 Mann aus. Bereits am Vormittag stand fest, dass der Autobrand mit dem Feuer im Hotel nichts zu tun hatte, die Gendarmerie begann umgehend mit den Erhebungen wegen vermuteter Brandstiftung.

Vier Personen, die Besitzerin, ihre beiden Söhne im Alter zwischen 20 und 30 Jahren sowie eine Freundin der Mutter, wurden über eine Leiter aus dem ersten Stock geborgen. Die beiden Männer erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung. Das Gebäude war nicht mehr zu retten, Löscharbeiten im Inneren waren wegen enormer Hitze und akuter Einsturzgefahr unmöglich, zumal es in dem Hotel zwar Brandschutztüren, aber keine Brandschutzmauern gibt. Die Feuerwehrmänner mussten sich damit begnügen, durch die Fenster und Türen mit Löschwasser gegen den Brand anzukämpfen. Die Rauchschwaden waren kilometerweit zu sehen.
Das "Sporthotel Alpe Adria" wird von einer italienischen Familie betrieben. Es ist der Nachfolgebetrieb des früher sehr bekannten Gasthauses "Widder" und soll durchwegs italienische Gäste beherbergt haben, die zumeist in Autobussen anreisten.
Zielgruppe des Hotels sind vor allem Pilzesammler und Angler aus Italien. Der Sachschaden ist enorm, ob er zur Gänze durch die Versicherung gedeckt ist, war am Mittwoch noch nicht bekannt. (Quelle APA)