Gedanken

Als höchstes Gut, in unserer Tätigkeit als freiwillige Helfer, sehen wir in allererster Linie den Dienst für unsere Mitmenschen bzw. die Hilfestellung für die Öffentlichkeit an.

Wir sind stets bestrebt dort zu helfen wo es, im wahrsten Sinne des Wortes, brennt. Wo die eigenen Kräfte nicht mehr ausreichen rücken wir mit schwerem Gerät an und geben unser Bestes um Ihnen hilfreich zur Seite zu stehen.


Wahrscheinlich muss es so sein. Aber wir werden leider auch oft zur Hilfe gerufen, wenn der Schaden über das Materielle und Ersetzbare hinausgeht. In manchen Fällen überschreitet es auch den Rahmen an Ertragbarem. Gerade in solchen Fällen, in denen nicht nur die Opfer, sondern auch wir in Situationen gestellt werden, ist unsere Kameradschaft gefragt um schnelle und professionelle Hilfe zu gewährleisten, da nicht wir darüber entscheiden können, wann und wem das Schicksal schlägt. Darum sind auch wir selbst nicht dagegen gefeit vor Situationen gestellt zu werden in denen leider manchmal auch unsere Angehörigen, Verwandten und Bekannten unsere Hilfe benötigen. Nach der Räumung der Unfallstelle oder dem Verlassen des Einsatzortes ist für uns die Arbeit im Sinne der Hilfestellung getan. Doch die Eindrücke die so oft entstehen, wenn wir den Menschen in ihrem Leid versuchen Mut zuzusprechen, oder wenn wir mit dem Tod konfrontiert werden, arbeiten oft sehr lebhaft in uns weiter. Obwohl es mittlerweile professionelle Unterstützung nach traumatischen Ereignissen gibt, legen wir auch weiterhin viel wert darauf uns nach den Einsätzen zusammen zu setzen und diese Geschehnisse im Gespräch aufzuarbeiten. Wir lernen hier nicht nur in dem Sinne der Einsatztaktik und Einsatztechniken, sondern auch im Sinne der Menschlichkeit.

Darum ist es uns ein Anliegen auch unserem Feuerwehrnachwuchs dieses gegenseitige Verständnis den Zusammenhalt in Gefahrensituationen und demnach eine kameradschaftliche Zusammenarbeit mitzugeben und vor allem versuchen wir auch die Freuden aufzuzeigen, die die Liebe zu unserem Freiwilligen Dienste mit sich bringt. Denn auch wir sind nur Menschen.


Abschließend noch eine Bitte: Wenn sie das nächste Mal in der Nacht durch die Sirene oder das Martinshorn unserer Fahrzeuge geweckt werden, haben sie bitte Verständnis für uns, und bedenken sie, dass wir 5 Minuten zuvor ebenso wie sie noch im Bett gelegen sind ….