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Blackout – der längerfristige Stromausfall

In jedem Haushalt kann es relativ leicht zu einem Kurzschluss kommen. Doch der Schaden kann in den meisten Fällen relativ rasch wieder behoben werden und somit ist der Stromausfall nur von kurzer Dauer. Wenn jedoch die Stromversorgung für mehrere Regionen oder gar in weiten Teilen des Landes ausfällt, spricht man von einem Blackout. Ein längerfristiger Stromausfall kann immer unangenehme Folgen haben und genau darum ist es wichtig, sich auf dieses Szenario vorzubereiten.

Es gibt verschiedene Ursachen, wie es zu so einem Ereignis kommen kann. Höhere Gewalt, Naturkatastrophen oder netzbetriebliche Ursachen sind nur einige Beispiele. Künstliche oder menschliche Bedrohungen (Sabotage, (Cyber-)Terrorismus) darf man auch nicht außer Acht lassen.

Aus diesem Grund bitten wir euch um genaue Durchsicht, was passieren kann und was man in diesem Fall tun kann.

Laotse, Chinesischer Philosoph

Plane das Schwierige da, wo es noch leicht ist!

Auswirkungen

  • Beispiel eines Blackouts im Sommer

    Im Sommer sind die Tage länger hell und es wird nicht geheizt. Für private Haushalte wird der Schaden also geringer ausfallen. Allerdings verderben gekühlte Lebensmittel schneller, wenn der Kühlschrank nicht funktioniert.

  • Beispiel eines Blackouts im Winter

    Im Winter ist ein längerfristiger Stromausfall weitaus schwerwiegender. Die Heizung und der Strom fallen aus und die wärmende Mahlzeit ist kalt.

  • Bargeld

    Man kann kein Bargeld von Geldautomaten beheben

  • Büros und Betriebe

    In Büros und Betrieben funktionieren Maschinen, Computer, Drucker, Kopierer, Telefone und andere Geräte nicht mehr

  • Geschäfte und Supermärkte

    In Supermärkten und Geschäften kann nicht mehr an den Kassen bezahlt werden. Tiefkühlware und verderbliche Ware können nicht mehr gekühlt werden.

  • Kommunikation

    Private Kommunikation (Telefon, Handy, Internet) funktioniert nicht mehr – Radio und TV fallen aus

  • Infrastruktur

    In Städten kann es durch den Ausfall von Ampelanlagen, Straßen- und U-Bahnen zu einem Verkehrschaos kommen. Züge bleiben stehen.

Vorsorge

  • Empfangs­einrichtungen

    Kurbelradio oder Batterieradio mit Ersatzbatterien

  • Ersatzbeleuchtung

    Kerzen, Zünder, Feuerzeug, Taschenlampe mit Ersatzbatterien, Petroleum-Starkleuchte.
    Auf Brandschutz achten.

  • Ersatz­kochgelegenheit

    Trockenspiritus oder Brennspiritus, Campingkocher und Fonduekocher sind einige Beispiele.
    Bei Griller (egal ob Gas oder Holz) ist zu beachten, dass diese nur im Freien benutzt werden dürfen.

  • Erste Hilfe - Zivilschutz­apotheke

    Verbandsmaterial, persönliche Medikamente, schmerzstillende Tabletten, etc.

  • Lebensmittel- und Getränkevorrat

    Getränkevorrat (Mineralwasser, Fruchtsäfte) und Lebensmittelvorrat für 7 Tage sicherstellen.
    Achtung: Der Inhalt der Tiefkühltruhe sollte nicht in erster Linie als Vorrat verwendet wenden!

  • Geld

    Bewahren Sie immer etwas Bargeld zuhause auf

  • Alternative Heizmöglichkeit

    Heizgeräte, die mit Petroleum oder Flaschengas betrieben werden, Kachelöfen, Kaminöfen, usw.

  • Hygieneartikel

    Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Shampoo, Toilettenpapier, Binden oder Tampons, Vollwaschmittel, Müllbeutel, Putzmittel

  • Notstrom­versorgung

    Notstromaggregate gibt es mit einer Leistung von unter einem Kilowatt bis zu mehreren hundert Kilowatt. Bestimmte Betriebe (z.B. Landwirtschaft) sollten prüfen, ob die wichtigsten Anlagen mit Notstromversorgungen ausgestattet sind oder werden können.

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